Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubau der Staustufe Obernau - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Die neue Schlauchwehrtechnik

Beim Bau des neuen Wehrs an der Staustufe Obernau kommt nicht nur die neue Schlauchwehrtechnik zum Einsatz, auch die Umsetzung erfolgt in einer Dimension, die es bisher in Deutschland noch nicht gab. Ein Schlauchwehr in der geplanten Größenordnung wird sicherlich noch einige Jahre hierzulande technisch einzigartig sein.

Das neue Wehr wird ca. 160 Meter unterhalb der bestehenden Wehranlage errichtet. Gewählt wurden wie bisher drei Wehrfelder von jeweils 35 Meter Breite. Geplant ist die Anlage als wassergefülltes Schlauchwehr. Dabei wird ein Schlauch je Wehrfeld, bestehend aus mehrlagigem Elastomer mit Gewebeeinlagen, auf einer drei Meter dicken, verankerten Stahlbetonplatte befestigt. Füllt man den Schlauch mit Wasser, hält er das Mainwasser zurück, lässt man es ab, kann der Fluss darüber hinweg fließen. über die Regulierung der Füllmenge und des Innendrucks lassen sich so die gewünschten Stauhöhen einstellen.

Neue Schlauchwehrtechnik

Bei der Schlauchwehrtechnik handelt es sich um eine neuere Entwicklung an Schifffahrtsstraßen, die in dieser Dimension in Deutschland noch nicht umgesetzt wurde. Die bisher in Deutschland eingesetzte Schlauchwehrtechnik lässt den Bau eines Schlauchs nur bis zur Höhe von 3,50 Metern mit einem Umfang von 12 Metern zu. Benötigt wird jedoch ein Schlauch mit einem Umfang von ca. 16 Metern, da die maximale Verschlusshöhe in Obernau bei 4,62 Metern liegt.

Beispiel für ein Schlauchwehr

So funktioniert die Schlauchwehrtechnik

Das Steuerungssystem der Anlage folgt dem Prinzip der kommunizierenden Röhren und ist denkbar einfach und robust. Ein Vorratsschacht wird mit Wasser gefüllt. Aus dem Vorratsschacht wird das Wasser über Rohrleitungen in einen Regulierschacht gleitet. Der Wasserstand im Regulierschacht bestimmt die Druckhöhe im Schlauchkörper.