Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubau der Staustufe Obernau - WNA Aschaffenburg

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Inhalt: Auf Seiten der Natur

Linkes Ufer KW1 Auffahrt zum Kraftwerk Entwässerungsgraben

Wenn es um die Planung und Umsetzung von Großinvestitionsprojekten wie den Neubau einer Staustufe geht, spielen ökologische Aspekte eine immer entscheidendere Rolle. Neben der Gewährleistung einer hohen Bauqualität steht die Umweltverträglichkeit an vorderster Stelle. Dafür sorgen nicht nur die umfangreichen gesetzlichen Vorgaben im Bereich Umwelt und Naturschutz. Insgesamt hat sich das öffentliche Bewusstsein verändert, sind die Belange der Natur heute nicht mehr verhandelbar. Daher geht es bereits in der Planungsphase darum, die Auswirkungen auf Natur und Landschaft zu erkennen und zu bewerten, sie so weit wie möglich zu minimieren oder durch Ausgleichsmaßnahmen zu kompensieren.

Das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg hat für diese Aufgabe Experten in den eigenen Reihen. Diese betreuen die Neubauprojekte nicht nur in der Vorplanung, sondern auch während des gesamten Projektverlaufs. Zu den Aufgaben zählen die Betreuung der Bestandsaufnahme des ökologischen Systems im Planungsraum, die Darstellung, wie sich die Baumaßnahme darauf auswirken wird, und die Betreuung der Planung und Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen.

Generell gilt: Lassen sich Beeinträchtigungen für die Umwelt nicht ausschließen, ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Im Ergebnis wird festgelegt, welche ökologischen Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung und zur Kompensation von nachteiligen Eingriffen durchzuführen sind. Bei den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen wird natürlich versucht, sie möglichst im unmittelbaren Umfeld zum Eingriff durchzuführen. Erst wenn das nicht möglich ist, werden Kompensationsmaßnahmen in anderen Bereichen durchgeführt, die von ihren ökologischen Funktionen her den beanspruchten Eingriffsflächen entsprechen und den gesamten Naturraum entsprechend aufwerten.

Im Falle der Staustufe Obernau stellt die notwendige Rückverlegung des Niedernberger Ufers den Haupteingriff in das bestehende ökologische Gefüge vor Ort da. Die Uferrücknahme ist Folge der Entscheidung für das Bauen im Fluss. Denn der wasserseitige Bau der neuen Schiffs- und Bootsschleusen verengt den Querschnitt des Mains und vermindert damit die Abflussmöglichkeit für das Hochwasser. Um die Hochwasserneutralität wieder herzustellen, muss der Fluss auf einer Seite erweitert werden. Die Rückverlegung des Niedernberger Ufers hat sowohl negative als auch langfristig positive Folgen für Natur und Landschaft.