Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Neubau der Staustufe Obernau - WNA Aschaffenburg

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Stand der Planung

Neubau ist Notwendig?

Die Staustufe Obernau am Wasserstraßen-Kilometer 93,04 liegt an der südöstlichen Stadtgrenze von Aschaffenburg und ist eine der ältesten Anlagen am Main. Sie wurde in den Jahren 1926 bis 1930 erbaut und hat ihre theoretische Nutzungsdauer von 80 Jahren erreicht.

Nach der langen Nutzungszeit weist der Beton von Schleuse, Wehr und Molen geschädigte Oberflächen, schadhafte Fugen und Ausspülungen und einen teilweise sehr schlechten inneren Betonverbund auf. Daher besteht Handlungsbedarf. Eine Instandsetzung der Einkammerschleuse ist unter laufendem Schifffahrtsbetrieb nicht möglich. Das ergab eine Reihe gutachterlicher Untersuchungen. Daher ist ein Ersatzneubau notwendig.

Schäden am Beton Schäden am Beton

Dass gebaut werden muss, steht bereits seit Jahren fest. Unklar war bisher nur das wie. Nach umfangreichen hydraulischen Untersuchungen und intensiven Abstimmungen entschied sich das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA) dafür, im Fluss zu bauen. Dabei wird die neue Schleuse wasserseitig parallel neben der bestehenden Anlage gebaut. Das Obernauer Ufer bleibt komplett erhalten. Damit erfüllt sich der Wunsch von Bürgern und Politikern.

Das Bauen im Fluss führt jedoch zur Verengung des Flussquerschnitts. Die Konsequenz: Ein auftretendes Hochwasser könnte ohne weitere Maßnahmen nicht mehr ausreichend abfließen. Um die Hochwasserneutralität zu wahren, muss daher ein Teil des unbebauten Niedernberger Ufers auf einer Länge von 1,7 km abgetragen werden. Die Hochwassergefahr ist auch der Grund für eine relativ lange Bauzeit von ca. siebeneinhalb Jahren. Um den Flussquerschnitt beim Bauen nicht zu stark einzuengen, muss der Neubau in viele kleine Baufenster zerteilt werden.